Sie suchen auf: {{ keyword }}

Die Betriebsanleitung für Ihre Produktionslinie

27/0/2026 Ferry Vermeulen

Für Maschinenbauer, Systemintegratoren und Hersteller, die Maschinen verschiedener Lieferanten zu einer Linie zusammengebaut haben.

Kennen Sie das?

Sie haben Maschinen verschiedener Lieferanten zu einer Produktionslinie zusammenbauen lassen. Sie haben einen Stapel Lieferantenanleitungen und kein einziges Dokument über die Gesamtheit. Die Übergabe ist terminiert und die Dokumentation ist immer noch niemandes Aufgabe.

Jede Maschine in der Linie trägt eine CE-Kennzeichnung. Die Linie selbst meistens nicht.

Was das Gesetz von Ihnen verlangt

Sobald Maschinen so angeordnet und gesteuert sind, dass sie als Gesamtheit funktionieren, sind sie zusammen eine Maschine. Die Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 regelt das in Artikel 3 Nummer 1 Buchstabe d. Wer diese Gesamtheit zusammenstellt, ist der Hersteller dieser Gesamtheit, auch wenn er selbst keine einzige Maschine gebaut hat.

Das heißt, Sie müssen die Linie als Ganzes denselben Weg gehen lassen wie eine einzelne Maschine. Es beginnt mit einer Risikobeurteilung der Linie nach ISO 12100, denn daraus folgt alles Weitere. Diese Risikobeurteilung geht zusammen mit der Betriebsanleitung in die technischen Unterlagen. Auf dieser Grundlage stellen Sie die EU-Konformitätserklärung aus und bringen die CE-Kennzeichnung an.

Betreiben Sie die Linie auch selbst? Dann kommt die Richtlinie 2009/104/EG über die Benutzung von Arbeitsmitteln hinzu. Ihre Bediener müssen über angemessene Informationen zu der Anlage verfügen, mit der sie arbeiten; das ist eine Pflicht des Arbeitgebers, nicht des Lieferanten.

Das muss doch mein Lieferant machen?

Das ist der Gedanke, der die meisten Projekte aufhält, und er ist nachvollziehbar. Ihre Lieferanten haben schließlich alle ordentlich geliefert.

Die Pflicht Ihres Lieferanten endet an seiner Maschine. Liefert er eine unvollständige Maschine, erhalten Sie eine Einbauerklärung und eine Montageanleitung, und die betreffen ausdrücklich nicht Ihre Linie. Liefert er eine vollständige Maschine mit CE-Kennzeichnung, deckt diese Erklärung seine Maschine in der von ihm beurteilten Konfiguration ab, nicht die Konfiguration, in die Sie sie eingebunden haben.

Niemand ist vertraglich für die Gesamtheit verantwortlich. Außer Ihnen.

Was wir liefern

Die Inhalte, die in keiner Lieferantenanleitung stehen, weil sie erst entstehen, wenn die Maschinen miteinander verkettet sind:

  • das NOT-HALT-Konzept über die gesamte Linie: welcher Halt welchen Bereich stillsetzt und was weiterläuft
  • das Freischalten und Sichern der Linie je Eingriff: welche Energiequellen Sie trennen, in welcher Reihenfolge, und was weiter hinten in der Linie unter Druck oder Spannung bleibt
  • die Schnittstellen zwischen den Maschinen: Signale, Verriegelungen, Puffer, und was passiert, wenn eine Nachbarmaschine ausfällt
  • die Anfahr- und Abschaltreihenfolge der Linie, einschließlich Wiederanlauf nach einer Störung
  • die Störungssuche auf Linienebene, bei der sich ein Fehler in Maschine A in Maschine C zeigt
  • der Wartungsplan auf Linienebene, mit Verweis auf die Lieferantendokumente je Kapitel statt einer erneuten Übersetzung

Was Sie bekommen, ist eine Betriebsanleitung für die Linie als Ganzes, die den Anforderungen aus Anhang III Nummer 1.7.4 der Maschinenverordnung entspricht, erstellt nach EN ISO 20607 und EN IEC/IEEE 82079-1 und abgeleitet aus Ihrer Risikobeurteilung. Es ist der Teil der Dokumentation, den Sie brauchen, um die Linie als Ganzes CE-zukennzeichnen, und er ist fertig zur Aufnahme in Ihre technischen Unterlagen.

Nach unserer Erfahrung zeigt sich die Lücke am schnellsten in der Störungstabelle. Ein Sensor, der in Modul eins auslöst und den Austrag drei Maschinen weiter stillsetzt, steht in keiner Lieferantenanleitung, denn keiner der Lieferanten kannte diese Kombination.

Was wir nicht tun

Wir sind keine benannte Stelle. Wir führen keine Konformitätsbewertung durch und wir begleiten kein vollständiges CE-Verfahren. Wir schreiben die Betriebsanleitung für die Linie und bauen die Struktur, die Ihre Lieferantendokumentation darin an ihren Platz setzt.

Die Risikobeurteilung und die Konformitätserklärung bleiben bei Ihnen oder bei Ihrer Sicherheitsfachkraft. Haben Sie beides nicht im Haus, bringen wir Sie mit jemandem zusammen, der die Beurteilung durchführt. Wir arbeiten auf dieser Grundlage, und das ist keine Bescheidenheit: eine Betriebsanleitung, die nicht aus der Risikobeurteilung folgt, erfüllt ISO 12100 nicht, so gut sie auch geschrieben sein mag.

Wie es abläuft

Fünf Schritte mit Durchlaufzeit, damit ein Projektleiter beurteilen kann, ob es in seine Planung passt.

  1. Rechtlichen Rahmen festlegen: 2 Wochen
  2. Analyse der vorhandenen Dokumentation und Interviews mit Ihren Fachleuten: 2 Wochen
  3. Technisches Schreiben, Ergebnis ist ein Entwurf zur Prüfung: 2 bis 6 Monate, abhängig von der Projektgröße und der Anzahl der Autoren, die wir einsetzen
  4. Illustrationen erstellen: 2 bis 4 Wochen
  5. Endgültige Ausgabe liefern: 1 Woche

Wie wir technische Dokumentation aufbauen, lesen Sie in unserem Leitfaden Dokumentation schreiben.

Was Sie beistellen müssen

Das kostet auch Zeit Ihrer Leute, vor allem für Interviews und Reviews.

  • vorhandene relevante Dokumentation und die Lieferantendokumentation
  • die Risikobeurteilung oder Risikobeurteilungen
  • die Konformitätserklärungen soweit vorhanden, oder eine Übersicht der wichtigsten Richtlinien und Normen soweit bekannt
  • 3D-Dateien, vorzugsweise als .step
  • Logos und Gestaltungsrichtlinien
  • Verfügbarkeit Ihrer Bediener und Instandhalter für Interviews und Review

Preis und Durchlaufzeit

Sie erhalten eine Preisindikation nach einem einstündigen Erstgespräch, und dieses Gespräch kostet Sie nichts.

Einen Festpreis finden Sie auf dieser Seite nicht, weil der Unterschied zwischen zwei Linien groß ist. Die Anzahl der Maschinen, die Anzahl der Sprachen und der Zustand der Lieferantendokumentation machen zusammen den größten Teil der Arbeit aus.

JETZT ANRUFEN: +49 89 38035097

Wie das in der Praxis aussieht

Morssinkhof Plastics entwickelte eine Anlage zum Waschen von recyceltem Kunststoffgranulat. Vorhanden war ein Ordner mit Dokumentation einzelner Maschinenteile, in verschiedenen Sprachen und Formaten. Es fehlten Bedienprozeduren und eine Wartungsübersicht für die Anlage als Ganzes.

Wir haben Prozeduren für die Bedienung vom Anfahren bis zum Abschalten erstellt, Wartungsprozeduren für die technische Abteilung und eine Struktur, die je Anlagenteil auf das richtige Lieferantendokument und Kapitel verweist. Die Wartung kann seitdem systematisch durchgeführt werden, die Anlage ist gegenüber dem Markt vorzeigbar geworden und erfüllt ihre CE-Pflichten.

Die vollständige Case lesen: Morssinkhof Plastics (englischsprachig).

Der nächste Schritt

Würde Ihre heutige Dokumentation einen Bediener durch eine Störung führen, die nicht in einer einzelnen Maschine beginnt? Gibt es einen Wartungsplan für die gesamte Linie, oder fünf einzelne Pläne von fünf Lieferanten?

Dafür müssen Sie kein Angebotsverfahren starten. Ein einstündiges Erstgespräch reicht, um festzustellen, was fehlt und was es kostet, das in Ordnung zu bringen.

NEHMEN SIE KONTAKT AUF